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Fotografiert zu werden ist nicht einfach.

Es gibt kaum Menschen die sich gerne fotografieren lassen. Die Gründe dafür sind eigentlich immer die Gleichen. Man findet seine Haare gerade nicht optimal, man sieht auf Fotos immer komisch aus, man weiß nicht wie man sich hinstellen soll und erstarrt dann zu einer Säule wenn jemand eine Kamera auf einen richtet. Tendenziell gibt es demnach oft mehr schlechte als gute Fotos und meist hat man schon mal schlechte Erfahrungen gemacht.

Dazu kommt dann noch das Problem der Selbstwahrnehmung. Man mag sich selbst auf den Bildern nicht, weil man sich ganz anders wahrnimmt. Niemand kann einen so fotografieren wie man sich selbst sieht. Was nämlich gar nicht möglich ist, denn wir sehen uns  immer nur spiegelverkehrt und das Foto zeigt uns richtig herum. Somit ist die Eigenwahrnehmung im Grunde ja falsch.

Zum Glück spielt es tatsächlich kaum eine Rolle, wie man gerade aussieht.

Erkenntnis Nr. 1: Nimm dir eine gute Visagistin

Denn durch eine gute Visagistin kann man schon mal Einiges abfangen. Zusätzlich gibt es einem das Gefühl vor dem Shooting bereits alles in seiner Macht stehende getan zu haben, um das Ergebnis zu optimieren.

Erkenntnis Nr. 2: Man sieht, was man denkt

Ablenkung ist dabei das Zauberwort. Sobald die Fotografin einen bittet an etwas Lustiges zu denken, vergisst man für einen kurzen Moment, dass man fotografiert wird.

So entsteht dieses ehrliche herzhafte Lachen, das man aus der Werbung kennt. Genauso funktioniert’s mit Situationen auf die man Stolz ist, oder wenn man an schöne Momente denkt. Jede Erinnerung zwingt dein Gesicht zu einem bestimmten Ausdruck, den man dann auch auf dem Foto sieht.

Wunderbar funktioniert auch hier Musik, gegen deine persönliche Playlist kann sich dein Körper kaum wehren.

Erkenntnis Nr. 3: Personal Branding ist wichtig

Jeder Mensch besteht natürlich aus vielen Facetten und die Umgebung, sowie die Situation bestimmt, welche Facette gerade im Vordergrund steht. Möchte ich auf den Fotos z.B. die junge Designerin, oder die smarte Geschäftsfrau sein. Was will ich ausstrahlen? Was ist meine “persönliche Marke”?

Es gibt in der Markenentwicklung zahlreiche Analysemethoden wie z.B. den Markencode. Was für die Markenentwicklung allerdings schon zum Standard geworden ist, müsste eigentlich für die persönliche Marke ebenfalls definiert werden. Eine einfache Möglichkeit bietet hier die Limbic Map. Man markiert seine Eigenschaften und bittet im besten Fall noch Außenstehende das ebenfalls zu tun. Anschließend vergleicht man die Ergebnisse und findet heraus, ob das Selbst- und Fremdbild übereinstimmt.

Da es in meinem Fall auch darum ging wie der persönliche Branding-Prozess funktionieren könnte, war es sehr hilfreich, eine “Home Story” zu fotografieren. Also in der eigenen Wohnung, umgeben von meinen Lieblings-Dingen. Man ist viel flexibler was Accessoires und Outfits betrifft und verhält sich auch natürlicher, da man nicht im Business-Kontext fotografiert wird.

Erkenntnis Nr. 4: Glaub der Fotografin

Meine Fotografin Sabine hat mir sehr genaue Anweisungen für die Körperhaltungen gegeben. Es war ein Wechselspiel von Ablenkung für die passende Lockerheit und sehr konzentriertem Arbeiten. Die meisten Körperhaltungen hätte ich so nie eingenommen, weil es mir zu übertrieben vorkam oder sehr ungemütlich war. Auf den Fotos sieht das Ergebnis aber tatsächlich so aus, als hätte man eine natürliche und gerade Haltung.

Erkenntnis Nr. 5: Fotografiert werden ist Selbsterfahrung

An diesem Vormittag entstanden für mich nicht nur coole Portraits, ich konnte auch eine weitere Kompetenz aufbauen. Die Körperwahrnehmung wird geschult und die Selbstwahrnehmung gestärkt, da man durch das Fotografiert werden die Chance hat sich selbst von außen zu sehen. Außerdem merkt man sich die optimalen Posen und Tricks, damit man schneller einen natürlichen Ausdruck am Foto hervorbringen kann. Das heißt es ist in Zukunft definitiv leichter fotografiert zu werden.

Danke Sabine Kneidinger, dass du dich im Vorfeld mit mir so ausführlich zu diesem Thema ausgetauscht hast, um es auch theoretisch zu beleuchten und für diesen unglaublich lustigen und entspannten Vormittag mit wunderbaren Ergebnis.

Wer Sabine für eine Home- oder Business-Story buchen möchte – bitte hier entlang:
www.kneidinger-photography.at

Fazit: Für alle, die wie ich nicht verstehen, dass man irgendwann älter werden muss: Man denkt sich dann ok, es könnte schlimmer sein und ich kann nun endlich mein facebook-Profilbild nach über 12 Jahren austauschen ?

Susanne Trhal
Geschrieben von:
Susanne Trhal