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„Content First“ – oder das Henne-Ei-Problem.

grafik: 2opx.com

Warum „Content First“ die Qualität von Webprojekten maßgeblich verbessert.

Egal ob Shop oder Website: der Inhalt ist entscheidend. Erst als zweiter Schritt ist es Aufgabe des Designs, die Aussage zu verstärken.

Ein Beispiel? Stellen Sie sich vor, Sie wurden beauftragt, einen Online-Shop für Sportkleidung zu entwerfen. Die ersten Fragen wären: Um welche Art von Kleidung handelt es sich? Wie viele Produkte wird es in etwa geben? Was macht diese Kleidung besonders? Welche Farben haben die Shirts und Shorts? Richtet sich das Label an Yoga-Liebhaber oder Ausdauergurus?

Wenn diese Informationen zum Projektstart (noch) nicht verfügbar sind, beginnt für Sie das Ratespiel. Sie suchen Stock-Images, erfinden Inhalte, basteln Layouts. Am Ende des Tages wird es vermutlich so sein, dass das Design entweder nichtssagend oder schlichtweg unpassend ist. Da kann die Schrift noch so schön, das Iconset noch so individuell, das Bildmaterial noch so professionell sein – Hübsches Design ohne Inhalt adressiert nicht.

Ohne aussagekräftige Grundlage ist es nicht möglich, ein zielgruppenorientiertes, passgenaues Design entwerfen.

 

Content formt Design

Das Problem bei Lückenfüllern und Lorem Ipsum Texten ist leider, dass zwar Weißräume gefüllt werden, der Inhalt aber weithin bedeutungslos bleibt. Ist der wirkliche Inhalt unbekannt, fehlen wichtige Informationen, wie beispielsweise die Zeichenanzahl. In weiterer Folge können Sie die tatsächliche Länge des Textes und damit das gesamte Layout nicht realitätsgetreu abbilden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden dann die tatsächlichen Texte nicht in den vordefinierten Textbereich passen und das durchdachte Layout verschiebt sich unvorteilhaft.

Was fällt alles unter den Sammelbegriff „Content“?
Damit sind nicht nur Headline und Text gemeint, sondern auch Bilder, Videos und Animationen. Ein Blick auf die Inhalte genügt meistens, um ein erstes Gefühl für Form, Farbe und Typografie zu bekommen.

Content navigiert User

Keine Frage: das Erste, das jede Ihrer Website-BesucherInnen in den Bann zieht, ist das Design. Die Farbwelt, Typografie, aussagestarke Fotos und Grafiken. Was Ihre UserInnen schlussendlich jedoch veranlasst, auf Ihrer Website zu bleiben, ist die Qualität der Inhalte und ob die TOP 5 Fragen schnell beantwortet werden:

  1. Was ist das Produkt?
  2. Wer soll das Produkt nutzen?
  3. Warum soll er/sie das Produkt kaufen?
  4. Wie funktioniert das Produkt?
  5. Wo & wie kann das Produkt erworben werden?

Der nächste Schritt: Mobile First!

Ist Ihre Zielgruppe hauptsächlich mobil unterwegs, sollten Sie noch einen Schritt weiter gehen und bei der Gestaltung gleich mit der Smartphone-Version anfangen. Unverständlicher Content oder zu viele Navigationsebenen und schwer bedienbare Features werden so gleich im Vorfeld erkannt. Das Design für die anderen Endgeräte wie Tablets oder Desktop Computer leitet sich dann von der mobilen Version ab.

Fazit

Eine perfekt gestaltete Website ist leider noch kein Garant für hohe Userzahlen und WebsitebesucherInnen. Was zählt, sind die Inhalte und wie effizient diese zu finden sind. Setzen Sie sich ein Ziel, analysieren Sie Ihre Zielgruppe und entwickeln Sie Beispiel-User (Personas). Legen Sie sich ein unverkennbares Wording zurecht und kreieren Sie Content, der alle Fragen Ihrer User beantwortet, ganz nach dem alten Motto: „Content is King“.

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