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Affinity Designer – wir haben's getestet!

Neue Standards für UI und UX Design und jede Menge Zusatzfeatures.

Speziell Web­-Designer unter Windows waren in den letzten Jahren leider nicht sehr verwöhnt was neue Programme für Ihre Anforderungen anging.

Jetzt endlich gibt’s Licht am Ende des Designer-Tunnels, denn Affinity Designer für Windows ist auf dem Markt. Aus Mangel an Alternativen mussten wir derzeit immer noch mit Adobe Fireworks arbeiten, was leider nicht mehr weiterentwickelt wird und öfter abstürzt, als man speichern konnte. Bisher brachte es aber immer noch mehr Webdesign-Funktionen mit, als Photoshop, Indesign und Illustrator zusammen.

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Warum Affinity Designer eine echte Alternative für uns ist:

1. Es ist eine Mischung aus Vektor und Pixel-Programm.
Von der Bedienung her erinnert es sogar etwas an Freehand.
Alle ehemaligen Fans dieses Programmes werden es lieben.

2. Es bringt umfassende Funktionen speziell für Web-Designer mit.

  • Saubere Definition von Schrift und Objektstilen
  • Umwandeln von Elementen wie z.B. der Navigation in ein Symbol, damit man es nur einmal ändern muss und eine übersichtliche Symbol-Bibliothek
  • Umschalten zwischen Pixel und Vektordarstellung (Sehr wichtig wenn man z.B. Icons designed, die dann auch noch sehr klein funktionieren sollten.
  • Grandiose Slice- bzw. Export-Funktionen zur Aufbereitung von Bildern für die Programmierung
  • Sehr präziser Umgang mit Vektoren.

 

3. Es hat zahlreiche brauchbare Zusatzfeatures.

    • Rechtschreibüberprüfung direkt im Programm
    • Artboards können einfach auf der Arbeitsfläche herumgeschoben oder skaliert werden
    • Die Arbeitsflächen-Formate für Web- bzw. App-Design sind schon beim Anlegen des Dokumentes wählbar
    • Buttons können endlich beliebig skaliert werden ohne, dass sich die Rundungen verändern
    • Während dem verschieben eines Objektes, zeigt es die Abstände in Pixel dazwischen an
    • Es gibt einen Gitternetzmodus, sodass man verlorenen Elemente leichter wieder finden kann

Was funktioniert anders als bei Adobe?

Leider funktioniert das Programm in vielen Kleinigkeiten anders. Es nur über Learning by Doing zu durchschauen, ist uns nicht gelungen. Zum Glück gibt’s den Einsteiger-Kurs auf Video2Brain (http://www.video2brain.com/de/videotraining/affinity-designer-der-schnelle-einstieg), in dem die Abläufe erklärt werden. Mit etwas Ausdauer kommt man damit gut zurecht.

Das Neue an Affinity Designer – die “Personas” (Anwendungsbereiche)

Die Software unterscheidet direkt im Programm zwischen verschiedenen Anwendungsbereichen und zeigt kontextbezogen die benötigten Funktionen dazu an. Es ist ein bisschen wie 3 Programme in einem, zwischen denen man umschalten kann.

Es gibt folgende 3 Anwendungsbereiche (Personas):

Hat man diesen Unterschied erfasst, kann man relativ schnell alle weiteren Funktionen finden und ausprobieren.

Die durchdachteste Funktion von allen, ist für uns aber eindeutig die Export-Persona.

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Bei Websites mit 10 oder mehr Templates wird es sehr schnell unübersichtlich, wenn man z.B. einen Ablauf für einen speziellen User exportieren möchte. In Affinity-Designer hat man deshalb viele Möglichkeiten Ansichten auf die Screens zu erzeugen.

1. Export der gesamten Arbeitsfläche. Hier werden einfach alle Seiten auf einen Blick exportiert und man kann sich einen Überblick verschaffen. Sollten einzelne Seiten nicht benötigt werden, kann man sie in der Export-Persona in den Ebenen einfach abhaken und beim Export nicht berücksichtigen.

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2. Export der einzelnen Seiten. Auch ganz einfach mit einem Klick machbar und auch gleich schön benannt.

export

3) Export einzelner Bereiche auf den Seiten (Slices). Hier wird einfach über die Bilder eine Auswahl mit dem Slice –Tool gezogen und exportiert. Oder man nimmt eine Gruppe von Elementen und definiert diese als Slice, dann wird alles was darunter oder darüber ist, nicht mitexportiert.

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Alle Slices werden außerdem separat abgespeichert und können auch im Nachhinein noch geändert werden, wenn sich mal Bilder ändern sollten.

Und das Beste zum Schluss, nämlich der Preis.

Im Moment kostet eine Lizenz (vergünstigt) für Windows € 39,90 statt € 49,90 und das einmalig! Affinity sagt Adobe (mit seinen mittlerweile für Firmen sehr teuren Abo-Optionen) somit ziemlich den Kampf an.

Wir hoffen, dass es so weitergeht und dass wir mit dem neuen Programm noch viel Freude haben werden.

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Weitere Infos findet ihr hier:
http://affinity.serif.com

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